Kann man so machen. Einfach nur, damit keine Zweifel aufkommen. Bekanntlich gibt es bei der WAKO drei Tatami-Disziplinen – Pointfighting, Leichtkontakt und Kick Light. Im Jahr 2016 gewann ein Junior den höchsten nationalen Titel, den des deutschen Meisters, gleich drei Mal. Logische Konsequenz: Er gewann die Goldmedaille in allen drei Disziplinen. Bemerkenswert.

Der junge Mann heißt Al Amin Rmadan, kommt aus Lünen, lebt in Selm (bei Dortmund) und trainiert bei Tan Gun Sports. Der Deutsche liebt Actionfilme – vielleicht ein Indiz dafür, dass er gleich die Herausforderung in drei Disziplinen suchte. Der heute 18jährige Abiturient startete seine Karriere mit sechs Jahren im Taekwondo, mit dem Kickboxen begann Al Amin im Alter von acht Jahren.

2014 wurde der Fan der Serie „Prison Break“ dann Mitglied in der Junioren-Nationalmannschaft, dessen Zugehörigkeit er im letzten Jahr vergoldete. Der Westfale gewann auf der Junioren-Weltmeisterschaft in Irland/Dublin die Goldmedaille im Leichtkontakt und schloss seine Junioren-Karriere mit dem höchstmöglichen Erfolg ab.

Kampfsport die die große Leidenschaft des Schwarzgurt-Trägers im Taekwondo, bei ihm dreht sich nahezu alles um den Sport. Viel Platz für andere Hobbies ist da nicht. Wenn die Zeit es zulässt, verfolgt Der Deutsche Meister von 2013, 2014, 2015 und 2016 gerne Spiele der New York Giants in der NFL. Doch eine kleine Sache ist da noch, die Al Amin zu schätzen weiß. Er geht gerne mit seinen Freunden essen und weiß Lebensmittel im Allgemeinen auf Grund seines permanenten Kampfes ums Gewicht sehr zu schätzen. Und eigentlich isst der „Tan Guner“ auch alles – vorausgesetzt, es steht nicht wieder ein Wettkampf in der –74 kg Klasse an.

Nicht wegen seiner Leidenschaft zum Essen, sondern auf Grund der vielen Goldmedaillen in der letzten Wettkampfsaison wählten das Präsidium der WAKO Deutschland und die Bundestrainer Al Amin Rmadan zum Junioren-Sportler des Jahres 2016. Herzlichen Glückwunsch!

 

Text: Lars Eckhoff